Ortsverband, Kreisverband: Wer, was, wann? Die Suche beginnt.
Im Jahr 2024 feierten die Brettener Grünen ihr 40 – jähriges Jubiläum.
Da stellte sich die Frage: Wann wurden die Bruchsaler Grünen gegründet?
Die Quellenlage ist leider miserabel. Aktionistisch aktiv vergaßen die Mitglieder der Anfangszeit, Schriftstücke oder Fotos zu sammeln. Das Grüne Gedächtnis, das Archiv der Böllstiftung, archiviert in der Regel die Unterlagen der Grünen Partei auf Europa-, Bundes- und Landesebene, Unterlagen auf der Kommunalebene aber nicht. Hier finden sich daher nur an manchen Stellen und auch nur durch Zufall Überlieferungen, teilte mir das Archiv mit. Immerhin gab es dort mehr Dokumente als beim Landesverband: Die basisdemokratisch aufgestellte Landespartei bewies ihre Existenz zwar durch angeforderte Kassenberichte, die die KassiererInnen mächtig stressten, sammelte aber keine Protokolle oder ähnliches und begann auch erst ab den 1990er Jahren mit einer zentralen Erfassung der Mitgliederdaten.
ZeitzeugInnen aus den Anfangsjahren konnten mit wenigen Erinnerungen und fast gar nicht mit Quellen weiterhelfen. Es blieben die Berichte der Badischen Neuesten Nachrichten (BNN), die alle im Stadtarchiv Bruchsal recherchiert werden können und mit den Aussagen der ZeitzeugInnen sowie Grünen Texten übereinstimmen.
Zur Geschichte der Grünen beziehe ich mich vor allem auf Hubert Kleinert: „Vom Protest zur Regierungspartei. Die Geschichte der GRÜNEN“, 1992 und Ludger Volmer: „DIE GRÜNEN. Von der Protestbewegung zur etablierten Partei“, 2009. Die Stimmung dieser Jahre ver-mitteln Werke wie „Die Grünen. Personen, Projekte, Programme“, hrsg. Von Hans-Werner Lüdke und Olaf Dinné, 1980 und „Grüner Weg durch Schwarzes Land“, herausgegeben von Winne Hermann und Wolfgang Schwegler-Rohmeis, 1989. Wer auch die unangenehme, in die Studentenbewegung zurückreichende Vorgeschichte nicht scheut, dem empfehle ich Götz Aly: „Unser Kampf 1968 – ein irritierter Blick zurück“, 2008.
Trotz dieser dünner Quellenlage konnte nachgewiesen werden: Die Geschichte der Grünen Bruchsal, aber auch der Brettener Grünen beginnt im Jahr 1980. Und selbstverständlich hat auch diese eine Vorgeschichte, auf die kurz eingegangen wird. Ich danke den Mitarbeiter-Innen des Archivs Grünes Gedächtnis, der Stadtarchive Bruchsal und Karlsruhe sowie den ZeitzeugInnen, die ich alle namentlich nennen darf.
Vorgeschichte: Sehr kurz und extrem bündig.
Die 1960er und 1970er Jahre brachten eine Gründungswelle von Frauenhäusern, Kinderläden, Kooperativen, Direktvermarktern und Bioläden, zuerst in den Universitäts-städten. Die erste Landtagskandidatin der Bruchsaler Grünen, Heidi Suri (*1941), erlebte an den Universitäten München, Regensburg und Karlsruhe die Studentenbewegung. Anfang 1975 kam sie aus beruflichen Gründen an die Universität Karlsruhe. Umwelt-, Frauen-, Friedens-, Heim- und Jugendzentrumsbewegung beschäftigten Gesellschaft und Politik. Versuche der etablierten Parteien, Themen aufzugreifen und zu integrieren, kamen zu spät. In den 1970er Jahren entstanden Grüne, Bunte und Alternative Listen. Zum Beispiel 1977 die Grüne Liste Umweltschutz (GLU), zuerst eine kommunale Wählergruppe, später eine Partei in Niedersachen unter dem Vorsitzenden Carl Beddermann, die sich für Abschaffung der Kernenergie, Umwelt- und Naturschutz, mehr Demokratie und Dezentralisierung einsetzte1 und 1978 die Grüne Aktion Zukunft (GAZ), initiiert von Herbert Gruhl, einen Tag nach seinem Austritt aus der CDU.2 Gruhls Werk, „Ein Planet wird geplündert“ von 1975 bewegte viele zum Umdenken. Dazu kamen die sog. K-Gruppen, vor allem der linksradikale Kommunistische Bund (KB), zunächst maoistisch, später undogmatische Linke mit prominenten Gründungsgrünen wie Rainer Trampert und Thomas Ebermann sowie der Kommunistische Bund Westdeutschlands (KBW), eine maoistische Kleinpartei, die sich 1985 auflöste. Einige Mitglieder des KBW wurden später in der Bundes- und Landespolitik in führenden Positionen aktiv, darunter Reinhard Bütikofer und Winfried Kretschmann.3 Der KBW trat 1980 auch in Bruchsal zur Wahl an. Überall, von rechts bis links, wurde heftig über eine Parteigründung debattiert. Könnte eine neue Partei das System grundsätzlich transformieren, wäre sie die Alternative zu den bestehenden Verhältnissen oder würde sie selbst von den Verhältnissen eingefangen?
Die Partei entsteht. Erinnerungen aus der Anfangszeit.
Im März 1979 fand in Frankfurt der entscheidende Kongress für die Teilnahme einer Grünen Liste an der ersten Europawahl statt. Eingeladen hatten zu der Gründungsversammlung der „Sonstigen Politischen Vereinigung (SPV) – Die Grünen“ Herbert Gruhl (GAZ), August Haußleiter (AUD, Aktionsgemeinschaft unabhängiger Deutscher)4 und Georg Otto (1971 Vorsitzender für den Landesverband Niedersachsen des Weltbundes zum Schutze des Lebens, Achberger Kreis, GLU). Heidi Suri war auch nach Frankfurt gefahren: In Erinnerung blieb ihr vor allem die Rede von Rudi Dutschke.5 Am 10. Juni 1979 trat die SPV als Listenverbindung aus AUD, GLU, GAZ, GLSH (Grüne Liste Schleswig Holstein) und EinzelkandidatInnen mit der Spitzenkandidatin Petra Kelly bei der Europawahl an und zog mit 3,2% in das Europaparlament ein.6 Damit war die Frage entschieden: Um eine Partei-gründung vorzubereiten entstanden im Jahr 1979 zahlreiche Kreisverbände, einige wenige mit Ortsverbänden, und am 30. September 1979 der Landesverband Die GRÜNEN Baden-Württemberg. Die Kreisverbände wählten Delegierte für die Gründungsversammlung, die schließlich am 12./13.Januar 1980 in Karlsruhe stattfand. Grüne Delegierte aus Bruchsal gab es nicht, ein Bruchsaler Verband war noch nicht entstanden.7 Nach Karlsruhe kamen jedoch nicht nur Delegierte, sondern auch interessierte Mitglieder wie z.B. Maria Frank-Seiferling (*1932), eingetreten in den KV Rastatt/Baden-Baden am 2. November 1979 und sog. SympathisantInnen wie Siegbert Merkle aus Ubstadt-Weiher.8 Maria Frank-Seiferling ist bis heute stolz auf ihren Ausweis mit der Mitgliedsnummer 99 und berichtete ausführlich von der „sehr bunten“ Gründungsversammlung.9
Sie erinnerte sich an die quirlige und aufgeregte Hochstimmung mit hitzigen Debatten,
zum Beispiel über die Forderung nach Abschaffung der Schulpflicht oder Freigabe einvernehmlicher sexueller Beziehungen mit Minderjährigen.
Delegierte wie Antje Vollmer bastelten hektisch an Gegenreden und am Schluss stand eine abgekämpfte Petra Kelly oben auf der Bühne. Mit August Haußleiter und Norbert Mann war sie zur ersten Sprecherin der neu gegründeten Partei „DIE GRÜNEN“ gewählt geworden, die sich im Grundsatzprogramm als „grundlegende Alternative zu den herkömmlichen Parteien“ bezeichnete.10 Unangenehm fielen ihr „Oberökos“ aus Württemberg und Schleswig-Holstein auf, „braune Blut- und Boden-Leute“. Sie erzählte auch von der heftigen Debatte zwischen Jutta Ditfurth und Petra Kelly, kurz nachdem die Gründungszeremonie am Sonntagabend mit Erfolg zu Ende war. Petra Kelly stand noch auf dem Podium und meinte, da Kameras und Presse noch anwesend seien, könnte eine Resolution verabschiedet werden zu den Aggressionen Chinas gegenüber Tibet und an seine Heiligkeit den Dalai Lama gesendet. Jutta Ditfuhrt rief aus dem Podium: Was soll hier seine Heiligkeit! In den Klosterschulen werden die Kinder dumm gehalten.11 Die Richtung der Partei war noch nicht entschieden, aber Maria Frank hatte das Gefühl, bei etwas ganz Besonderem dabei gewesen zu sein.12
Bürgerinitiativen, Brusler Umweltschützer, Sonderzug nach Bonn.
Auch in Bruchsal finden sich Ende der 1970er Jahre Spuren, die auf Engagement Richtung Grüne Bewegung hindeuten: Neben dem Engagement für ein Bruchsaler Jugendzentrum, an dem später im Grünen Umfeld Aktive mitmischten,13 existierten eine umweltschutzorientierte „Bürgerinitiative Schloßgarten“ zur Rettung alter Bäume14 und Brusler Umweltschützer, die am 13. Oktober 1979 eine Kundgebung vor dem Rathaus abhielten. Dort machten sie Werbung für die Großdemonstration gegen die Kernenergienutzung in Bonn am 14. Oktober 1979: Abfahrt mit Sonderzügen ab Bruchsal am Sonntag zwischen 6 und 7 Uhr!15 Außerdem formierte sich der Widerstand gegen die Planung einer Umgehungsstraße für die Stadt Bruchsal, die sog. B35-Nord.16 Parallel dazu wurde eine Naturschutz-Szene aktiv, aus der 1982 die AGNUS hervorging. Eine Gruppe des KBW und die DKP waren ebenfalls vorhanden. Hier finden wir erste Spuren eines alternativen-grünen-linken Spektrums. Bis hierhin aber reichen auch die Distanzierungen zwischen örtlicher Umweltschutzbewegung mit Menschen aus Bruchsal und Grüner Bewegung mit Menschen aus dem ganzen Kreis, die von den städtischen Grünen aus Karlsruhe unterstützt wurde.17
Georg Otto im Wienerwald. Gründung scheitert trotz Promi.
Am 3. Januar 1980 kündigte die BNN das „schon lange vermutete Erscheinen“ der Grünen auf den 9. Januar 1980 in Bruchsal an. Referent der Versammlung war Georg Otto (*1928-+2021) aus Hildesheim/Niedersachsen, laut BNN „die Vorhut der inzwischen bundesweit vorhandenen Gesamtbewegung“. Damit hatte sie Recht: Otto, ehemaliger Sozialdemokrat, Gründer der Grüne Liste Umweltschutz und der SPV, war aktiv unterwegs, Grüne vor Ort bei der Vereinsgründung zu unterstützen.18 Getagt wurde am 9. Januar 1980 im Wienerwald in der Schlossstraße in Bruchsal, eine Restaurantkette, die damals auf Hähnchengerichte spezialisiert war. Die BNN kündigte die Grünen als die „Alternativpartei“ an, die sich als „ökologische soziale basisdemokratische und gewaltfreie Bewegung“ verstehe, die „den etablierten Parteien“ vorwerfe, im „Parlament auf der Stelle zu treten“ und „Entscheidungen und Wertmaßstäbe zu sehr durch wirtschaftliche Interessen“ bestimmen zu lassen.Jetzt wollte diese Bewegung auch in Bruchsal antreten und auf der angekündigten Versammlung Delegierte für den Gründungskongress in Karlsruhe wählen.19
Die Veranstaltung war gut besucht, besonders von vielen jungen Menschen. Die BNN-Kreisseite berichtete weiter, dass die Grünen 1980 an allen drei Wahlen teilnehmen wollten. Der Hauptredner „verwahrte sich dagegen, die „Grünen“ als „links“ zu betrachten“ und mahnte, das „Fehl- System des Kapitalismus“ dürfe nicht durch das noch „größere Fehl-System des Kommunismus“ ersetzt werden. „Grüne“ Forderungen seien nur in einer neuen Ordnung zu verwirklichen.“20 Otto war Verfechter des sog. Dritten Wegs.21
Bertold Moos berichtete auf der Bruchsaler Seite ausführlicher über die „sehr gut besuchte“ Versammlung der „Ökologen“, auf der weder „ein Ortsverein konstituiert“, noch ein „Landtagskandidat nominiert“ worden war. Die Rede von Otto füllte fast den ganzen Artikel, so wie wahrscheinlich auch den ganzen Abend. Otto lehnte nicht nur Kapitalismus und Kommunismus ab, sondern auch die Wahl der SPD als kleineres Übel. Erster Leitwert grüner Politik sei der Lebensschutz, da die Wachstumsgesellschaften die Lebensgrundlagen bereits so „kaputtgemacht“ hätten, dass, „wenn es so weitergehe, ab dem Jahr 2000 Leben auf dieser Erde nur noch in verkümmerter Form möglich sei.“ Auch wenn Wachstum Lebensqualität zerstöre, müssten die ökologischen Entscheidungen in Übereinstimmung mit sozialer Gerechtigkeit gebracht, alle Maßnahmen basisdemokratisch entschieden und auf die Einsicht der Bürger gesetzt werden. Wichtig war immer die Gewaltfrage: Otto sprach sich deutlich gegen Gewalt bei Durchsetzung grüner Ziele aus, auch außenpolitisch gelte eine Politik des „absoluten Friedens durch Abrüstung“. Die Diskussion danach muss kontrovers gewesen sein: Es gab keine Einigung und Moos behauptete, die Brusler Umweltschützer hätten sich „über- und hintergangen.“ gefühlt. Trotz Sympathiebekundungen liefen einige – laut Presse – nachts enttäuscht davon.22 Immerhin löste sich die Versammlung erst gegen 23 Uhr auf, während ein „noch ansehnlicher Rest über das weitere Vorgehen beriet“ und eine weitere Versammlung bereits am kommenden Dienstag plante. Warum war die Gründung eines Kreisverbandes oder Ortsvereins gescheitert?
Auf jeden Fall mangelte es den VeranstalterInnen an Erfahrung und Organisationstalent: Viele jüngere Menschen wollten die Welt sofort verändern, nicht geduldig Vorträge eines über 50-jährigen politikerfahrenen Mannes anhören. Schon hier gab es die Diskrepanz zwischen einer praxisorientierten Grünen Bewegung vor Ort und einer überregionalen Friedens- und Ökologiebewegung. Das große Interesse konnte nicht auf Formalia wie die Konstituierung eines Vereins gelenkt werden. Die angekündigte Delegiertenwahl für die Gründungsversammlung in Karlsruhe war deshalb nicht erfolgt.23
Doch das hinderte, wie eingangs gesagt, SympathisantInnen aus Bruchsal und der Umgebung nicht, am 12./13. Januar 1980 an der Gründungsversammlung in Karlsruhe teilzunehmen und weiter an der Gründung eines Grünen Ortsvereins zu arbeiten.
Immerhin waren knapp 30 Leute aus Bruchsal und Umgebung für dieses Unterfangen zusammen gekommen! Die Grüne Partei wurde außerhalb der sozialen Bewegungen keineswegs freudig begrüßt, sondern heftig angefeindet, bzw. behindert und angegriffen. Viele neue Mitglieder kamen aus der SPD und aus linken Gruppen wie DKP, KBW, VVN, JungsozialistInnen, Studentenbewegung und sozialen Bewegungen, einige waren ab 1972 vom Radikalenerlass betroffen. Oft reichten kritische Äußerungen über Politik und Kirche oder ein Besuch als links eingestufter Veranstaltungen, um in den Fokus des Verfassungsschutzes zu geraten. Betroffen waren besonders LehrerInnen. Bis 1985 wurden bundesweit 3,5 Millionen Personen, die sich für den öffentlichen Dienst bewarben, auf ihre Verfassungstreue hin überprüft. Davon wurden 1250 überwiegend als linksextrem bewertete Lehrer und Hochschullehrer nicht eingestellt, rund 260 Personen entlassen.24 Was nun als verfassungsfeindlich einzustufen sei, war zwischen Ministerpräsidenten und Bürgermeistern umstritten, auf jeden Fall die Zugehörigkeit zu einer „Organisation, die verfassungsfeindliche Ziele verfolgt“.25 Dieses Klima trug dazu bei, dass es Selbstbewusstsein und Courage brauchte, sich als Grüne zu zeigen; vielleicht führte das auch dazu, nicht allzu viele bis fast keine Quellen zu hinterlassen?
Gründungsversammlung bis Mitternacht.
Am Donnerstag, den 17. Januar 1980, erfahren wir von den BNN, dass „am Dienstag“ –
also dem 15. Januar 1980 – eine „zweite“ grüne Gründungsversammlung im Bruchsaler Wienerwald tagte, ganz im „Zeichen der Parteigründung“. Unterstützt wurden die Bruchsaler Grünen bei dieser zweiten Versammlung von Bernd Grimmer, damals Sprecher der Karlsruher Grünen.26 Themen waren Kernenergie und Abgrenzung von der SPD, die wiederum versuchte, mit Erhard Eppler, der Umwelt- und Friedensthemen bediente, ihre GenossInnen von den Grünen fernzuhalten.27 Circa dreißig Teilnehmer hätten sich immer wieder in programmatischen Detailfragen verbissen, bei denen „evident wurde, dass die Grünen weiterhin ohne politisches Konzept im luftleeren Raum hängen.“, berichtete die BNN am 17. Januar 1980. Die Mehrheit (16:8 bei 3 Enthaltungen) sprach sich dennoch für die Aufstellung eines Landtagskandidaten aus, der jedoch „bis zum Schluss der Veranstaltung nach Mitternacht“ unter den Anwesenden nicht gefunden wurde. Ein „endgültiger Landtagskandidat“ werde am „Freitag in interner Sitzung ermittelt“.28
Von der Versammlung am 15. Januar 1980 wurden Pfarrer Kiesinger und der Zivildienstleistende Martin Haag zum Esslinger Programmparteitag am 26. Januar 1980 delegiert, das heißt, ein dafür notwendiger Verband – Ortsverein Bruchsal – war gegründet worden. LandtagskandidatInnen für Bruchsal konnten immer noch nicht gewählt werden. Wolfgang Kiesinger lehnte ab und Günter Majewski bot sich Bedenkzeit aus.29
Die Delegierung der beiden Grünen zum Programmparteitag zeigt, dass es am
15. Januar 1980 gelungen war, einen Ortsverein Bruchsal zu gründen. Dieser war zuständig für den ganzen damaligen Wahlkreis Bruchsal – Karlsruhe Karlsruhe-Land II.30

Es war üblich, dass die neu gegründeten Kreis- oder Ortsverbände, anfangs auch Ortsvereine genannt, für alle Orte im Wahlkreis zuständig waren, da die Mitgliederzahl für Ortsverbände oft nicht ausreichte. So ist das Gründungsdatum für den Ortsverein Bruchsal, der für den Wahlkreis Bruchsal zuständig war, der 15. Januar 1980. Ein separater Kreisverband entstand erst mit der Gründung von Ortsverbänden 1983.31

Hasenclever, Dinné oder Gruhl:
Grüne Bretten planen Gründungsversammlung.
Die Brettener Grünen hatten am 14. Januar 1980 Erfolg bei der Kandidatensuche. Süffisant lästerte die BNN nach dem Bericht über das Scheitern der Bruchsaler: „Dagegen gelang es ganzen vier Brettener Bürgern, die gleichzeitig dem Landesverband der Grünen angehören, schon am Montag ihre Wahlkreis Kandidaten für die Landtagswahl zu nominieren“.32 Der Versuch, die Legitimation der Wahl mit Hinweis auf die geringe Zahl der WählerInnen in Frage zu stellen, hielt die Betroffenen nicht davon ab, zur Wahl anzutreten: Die BNN galt sowieso als die Zeitung der „Schwarzen“. Die Brettener Grünen planten, möglichst bald ebenfalls einen Ortsverein zu gründen. Am 28. Januar 1980 wendete sich Petra Wilhelm für die Grünen Bretten an den Grünen Landesverband. Sie berichtete, dass die Grünen in Bretten nun endlich so viele Mitglieder bekommen hätten, dass sie demnächst einen Ortsverein gründen wollten. Dafür bat sie im „Sie“ um die Vermittlung eines Redners für die Versammlung, z.B. Hasenclever, Dinné oder Gruhl und um Informationen, wie die „Herren“ zu erreichen seien.33 Bis zur Gründung eines Ortsverbands sollte es noch bis Juni 1980 dauern – zuerst einmal musste der Wahlkampf für die Landtagswahl gestemmt werden.
Landtagskandidatin Heidi Suri. Appelle der SPD erfolglos.
Am 18. Januar 1980 gelang es auch den Grünen Bruchsal, eine Landtagskandidatin und einen Stellvertreter zu nominieren. 13 der 18 Grünen Mitglieder nominierten in Bruchsal Heidi Suri (39), Ersatzkandidat wurde der evangelische Religionslehrer Wolfgang Kiesinger (+ 2024). Unterstützung bekamen die KandidatInnen von „Umweltschützern und Bürgerinitiativen“ aus dem Raum Bruchsal/Waghäusel.34
Die Sozialwissenschaftlerin Heidi Suri (*1941) war, wie bereits geschrieben, 1975 nach Studien in München und Regensburg aus beruflichen Gründen an die Universität Karlsruhe gekommen. Dort kam sie selbstverständlich im Umfeld der Studenten- und der Anti-AKW-Bewegung in Kontakt zu den Karlsruher Grünen, wo sie im Kreisvorstand aktiv wurde. Der Umweltschutz stand ganz oben auf ihrer Tagesordnung. Für Suri waren diese Jahre eine schöne von Optimismus getragene Zeit. Die Brettener Grünen hatten – wie berichtet – bereits am 14. Januar 1980 Walter Hörnle als Landtagskandidaten und Thomas Metz als Ersatzkandidaten gewählt.
Für die SPD bedeuteten die Grünen Konkurrenz aus den eigenen Reihen. Jürgen Schmitt, der sich einen „grünen SPD-Menschen“ nennt, war u.a. aktiv gegen die B35-Nordumfahrung und hatte schon „die bevorstehende Gründung der Grünen Partei mit Schmerzen verfolgt.“ Denn dadurch „wurde der grüne Teil der SPD extrahiert und meine Partei um eine wichtige Komponente gebracht.“ Konservative Mitglieder seien so sehr gegen grün gewesen, dass schwankende Genossen erst recht das grüne Rettungsboot wählten.35 Noch nach der Aufstellung der KandidatInnen appellierte die SPD wiederholt an die Grünen, die SPD „als einziges politisches Gegengewicht gegen die Christdemokraten“ zu sehen.36 Mit ihrem Spitzenkandidaten Erhard Eppler hoffte sie wiederholt, im grün-ökologischen, pazifistischen und feministischen Lager zu punkten.37
Brusler Grüne mit Rotznasentheater: Humane Gesellschaft nur mit Gleichberechtigung.
Am 1. März 1980 kündigte die BNN die erste Grüne Infoveranstaltung in Bruchsal mit Musik von Uli Keuter aus Tübingen und der Gruppe Fliegenpilz sowie zwei Ponyplanwagen als Kulisse im Luisenpark an, bei Regen im Wienerwald.38 Mit unterwegs war die Kandidatin Heidi Suri, die sich 2025 an die schöne Veranstaltung und die Musik gut erinnerte.39 Mit der Wahl der Band Fliegenpilz waren die Grünen topaktuell.40
Ein Wahlkampfthema setzte die Bruchsaler Bürgerinitiative Schlossgarten, die sich
gegen eine mögliche Umgestaltung des Schlossparks einsetzte.41 Sie lud am März alle KandidatInnen zum Gespräch über die Zukunft der alten Bäume im Bruchsaler Schlosspark ein. Selbstverständlich erklärten alle Kandidaten, darunter Wolfgang Kiesinger von den „Brusler Grünen“, nach der Wahl den Wünschen der BI nach Erhalt des Baumbestandes und einer Anbindung des mittleren und unteren Schlossgartens an den oberen Schlossgarten nachkommen zu wollen.42
Gleichzeit veranstalteten die Bruchsaler Grünen einen Theaternachmittag für Kinder bis
ca. acht Jahren aus dem Bruchsaler Reitweg. Das Rotznasentheater mit dem Stück „Zum Beispiel Zirkus“ beschäftigte sich mit den Themen Atommüll und Emanzipation. Darüber hinaus kritisierte die Partei die einseitig leistungsorientierte Ausbildung. Anwesend war die Landtagskandidatin Heidi Suri, die der BNN erklärte, es sei „unsere tiefe Besorgnis, daß die heute verantwortliche Generation ihren Nachkommen eine schwer lastende Hypothek in Form von Atommüll hinterlässt, den zu bewachen die Aufgabe kommender Generationen sein wird“. Gerade Frauen müssten sich ihrer Verantwortung für die Zukunft ihrer Kinder stellen und dürften das nicht anderen überlassen. Die politische Willensbildung der Grünen sei bereits heute wesentlich von Frauen mitbestimmt, doch auch „die Bruchsaler Grünen wollten sich bei ihrer zukünftigen Arbeit verstärkt um die Mitarbeit von Frauen bemühen, die bei ihnen noch nicht allzu zahlreich vertreten seien.“ Dazu passte, dass sich das Theaterstück des Rotznasen Theaters, in dem die Grünen ein Stück gespieltes grünes Programm der Grünen sahen, auch mit „der traditionellen Rollenaufteilung von Mann und Frau auseinandersetzte und durch „Einbeziehung der Kinder in die Handlung Kreativität, Solidarität und Urteilsfähigkeit“ fördern wollte. „Der angestrebte Bewusstseinswandel könnte sich nur durchsetzen, wenn er auch vom Bildungswesen getragen werde. …. Eine humane Gesellschaft könne zudem nur aufgebaut sein auf der vollen Gleichberechtigung der Geschlechter.“43
In Bruchsal waren feministische Gruppen anfangs kaum vertreten, hier tauchte das
Thema zum ersten Mal auf. Doch es beschäftigte bereits seit langem die Parteien und Gewerkschaften. Bei einer Gesprächsrunde des DGB zum Thema Frauen und Arbeit Anfang Februar 1980 waren die Grünen als nicht im Parlament vertretene Partei jedoch nicht eingeladen.44
Die Neue Kraft: Brettener und Brusler Grüne durchbrechen den Asphalt.
Am 8. März 1980 machten die Grünen Bruchsal und Bretten gemeinsam Werbung in den BNN mit einer Anzeige in Form einer Sonnenblume, in der Mitte ein Foto der KandidatInnen und der Ankündigung: „Brettener und Brusler Grüne, die neue Kraft, durchbrechen den Asphalt“. Viele Forderungen von damals gelten oberflächlich betrachtet noch heute, doch die Formulierungen sind grundsätzlich verschieden. Gefordert wurde generell eine Entschleunigung, selbstverständlich ÖPNV gegen Straßenbau gesetzt, jedoch auch gegen eine Schnellbahntrasse, die nur eine halbe Stunde Zeit sparen würde. Gefordert wurde eine 35-Stunden-Woche für mehr Freizeit zur Lebensgestaltung, statt Geld und Konsum um jeden Preis auf Kosten der „Dritten Welt“.
Gegen den Amtsschimmel wurde die direkte Demokratie gesetzt, „damit die Bereitschaft, seine eigenen Interessen selbst in die Hand zu nehmen, grünen kann.“ Geworben wurde auch für eine Info-Veranstaltung mit Straßentheater auf dem Bahnhofsplatz Bruchsal am 8. März 1980 und für eine Veranstaltung im Denner in der Bruchsaler Huttenstraße
am 12. März 1980.
Schon am 5. März 1980 wurde dem Landtagskandidaten der Brettener Grünen, dem Studenten Walter Hörnle, auf der Kreisseite ein eigener Artikel mit Foto gewidmet.45 Der Pädagogikstudent mit Bart und runder Brille war 1979 aus der SPD ausgetreten. Heidi Suri tauchte vor der Wahl noch einmal in einem Bericht über den Besuch des Jugendzentrums Kirrlach auf. Mehr zu ihr, als dass sie anwesend war und laut Überschrift auf fehlende Information über Atomkraft hinwies, erfahren wir nicht. Der Artikel drehte sich um Aufklärung über die Kernenergienutzung und die angestrebte Zusammenarbeit der „Brusler Grünen“ mit Vertreten der Bürgerinitiative Philippsburg/Waghäusel.46

Auf dem Land weniger ökologische Probleme. Suri nach der Wahl.
Bei den Landtagswahlen erhielten die Grünen in Bruchsal 3 %, DKP und KBW blieben bei max. 0,18 %. In der Kernstadt erreichten die Grünen 3,38 %. in Obergrombach 1,99 %, in Untergrombach 2,67 %, in Büchenau 3,49 %, Heidelsheim 2,22 %, in Helmsheim 2,13 %. Bei der Briefwahl hatten sich 5,16 % für die Grünen entschieden und in Oberacker landeten sie mit 23 Stimmen bei 8,3 %.47

Ein Porträtfoto in der Zeitung erhielt Suri erst zu ihrer Stellungnahme nach der Wahl. Immerhin hatte sie jetzt die gleiche Zeichenzahl wie die anderen Parteien! Suri zeigte sich mit dem Ergebnis zufrieden, doch angesichts des späten Anlaufs hätten die Grünen ihr Potential nicht voll ausgeschöpft. Das im Vergleich zur Landesebene schwächere Abschneiden erklärte sie damit, „dass auf dem Land ökologische Probleme nicht im gleichen Maße wie in den Großstädten anfielen.“
Die drei anderen Parteienvertreter äußerten sich auch zu den Grünen. Dr. Erwin Vetter, CDU -Kreisvorsitzender, attestierte den Grünen, sie seien zu einer Kraft geworden, die in Zukunft beachtet werden müsse. Der Kandidat der SPD, Peter Wintruff, war „befriedigt darüber, dass die Grünen im Landkreis nicht zum Zuge kamen“ und das Protestwähler-Potenzial weitgehend von den Parteien aufgesogen wurde. Trotz Kernkraftwerk, Kernforschungs-zentrum, Schnellbahnen und anderen umweltbelastenden Vorhaben im Landkreis seien keine unvernünftigen Wählerreaktionen eingetreten. Auch bei den Umweltschützern sei die SPD wählbar geblieben. Die FDP hatte in Bruchsal schlecht abgeschnitten, dabei hatten die Liberalen immer betont, dass sie die Grünen als politischen Gegner akzeptierten! Erhard Kleist war froh, dass die FDP trotz der Grünen nicht noch mehr Stimmen verloren hatte.48
Kaum beachtet wurde, dass einige Grüne aus der FDP kamen. Diese war mit ihrem Programm zur Bundestagswahl 1980 bemerkenswert nah an Grünen Ideen, sei es bei Umweltschutz, Landwirtschaft oder Frieden.49 Die FDP hatte bereits Ende der 1960er Jahre unter dem Eindruck der Studentenrevolte eine beachtenswerte Wandlung vollzogen.50
Bretten: Ortsverbandsgründung mit Baum.
Zu allen drei Wahlen des Jahres 1980 anzutreten, hatten die Grünen bei ihrer
Versammlung Anfang 1980 in Bruchsal angekündigt. Dieses Jahr 1980 war ein Superwahljahr: Landtagswahl am 16. März 1980, Kommunalwahlen am 22. Juni 1980 und Bundestagswahl am 5. Oktober 1980. Nie wieder seit damals fanden diese drei Wahlen in einem Jahr statt. Der Wahlkampf hatte jedoch an Kräften und Nerven gezerrt, zu den Kommunalwahlen traten keine Grünen an. Während die Bruchsaler Grünen wieder abtauchten, wurden in Bretten die Grünen aktiv. Wie angekündigt gründeten sie am 12. Juni 1980 einen eigenen Ortsverband.51 Der Ortsverband umfasste – laut Protokoll der Gründungsversammlung – das Stadtgebiet von Bretten und die Gemeinden des Wahlkreises 30, ohne die Gemeinde Stutensee. Dort war ein eigener Ortsverband gegründet worden. Auf der Gründungsversammlung für den Ortsverband Bretten wurde ein Vorstand aus drei gleichberechtigten Mitgliedern gewählt: 1. Rosa-Maria Pfeffinger, 2. Wolf Meyer, 3. Petra Wilhelm. Im Protokoll kündigt der neue Vorstand an, dass anlässlich der Gründung des Ortsverbandes im Stadtgebiet Bretten ein Baum gepflanzt werde.52
Wahlplattform GRÜNE: Die einzige Alternative.
Die junge Partei führte derweilen weiterhin heftige Flügelkämpfe und debattierte über die Beteiligung an der Bundestagswahl.53 Schließlich setzten sich die links-alternativen Kräfte gegen die konservativen durch, Gruhl verließ die Partei. Zu den Bundestagswahlen einigten sich die Grünen auf ein Programm, das sie „Wahlplattform“ nannten.54 Hier definierte sich die Partei auf 15 Seiten als ökologisch, sozial, basisdemokratisch und gewaltfrei. Die Begriffe definierte sie folgendermaßen:
„Unsere Politik ist
- ökologisch, weil sie der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen für uns und die zukünftige Generation den Vorrang einräumt und sich an den Bedürfnissen der Menschen und ihren schöpferischen Fähigkeiten orientiert. Sie wendet sich gegen die Ausbeutung von Mensch und Natur innerhalb der kapitalistischen Konkurrenzwirtschaft und in den existierenden zentralistischen Planwirtschaften.
- sozial, weil wir der Auffassung sind, daß die Menschen der ökologischen Krise nur begegnen können, wenn ihre Selbstbestimmung und ihre freie Entfaltung gemeinsam und solidarisch mit anderen Menschen und in Übereinstimmung mit ihrer Umwelt verwirklicht werden. Wir setzen uns dafür ein, daß die Umwälzungen, die durch die ökologische Krise und ihre Bewältigung auf uns zukommen, nicht zu Lasten der arbeitenden Bevölkerung; der Benachteiligten und Behinderten dieser Gesellschaft gehen.
- basisdemokratisch, weil wir uns für direkte Demokratie einsetzen. Dadurch werden Entscheidungen über öffentliche Angelegenheiten am wirksamsten überschaubar. Diese Form der Demokratie läßt sich am ehesten auf dezentraler Ebene verwirklichen. Wir wenden uns gegen die überhandnehmende Bürokratie, der die Bürger hilflos ausgeliefert sind, gegen die zunehmende Willkür und den zunehmenden Machtmißbrauch der wirtschaftlichen und staatlichen Apparate.
- gewaltfrei, weil nur in einer gewaltfreien Gesellschaft die Unterdrückung von Menschen durch den Menschen und die Gewalt von Menschen gegen Menschen aufzuheben ist. In einer Zeit, in welcher national und international die Politik von Gewalt und Gewaltandrohung beherrscht wird, treten wir für vielfältige gewaltfreie Widerstandsformen ein. Solche Widerstandsformen sind z. B. „ziviler Ungehorsam“ oder aktiver sozialer Widerstand.“55
Beendet wird der Text mit der Reaktion auf die Darstellung der Grünen als rot oder braun. „Wir werden dafür sorgen, daß es ihnen nicht gelingt, davon abzulenken, daß die Politik der GRÜNEN -als Lebens-, Friedens- und Umweltschutzpartei -die einzige Alternative ist zu der lebensfeindlichen Wachstums-, Kernenergie- und Atomrüstungspolitik von SPD, FDP und CDU/CSU.“56 Der Text, der an Ottos Auftritt in Bruchsal erinnert, war Grundlage für viele Grüne Satzungen und sicher auch für die erste Grüne Satzung der Brusler Grünen 1983, die leider verschollen ist.
Der nach der Landtagswahl 1980 abgetauchte Ortsverein Bruchsal blieb auch bei der Bundestagswahl 1980 inaktiv. Am Ende reichte es der Partei nicht für den Einzug ins Bundesparlament: Mit 1,5 % lagen DIE GRÜNEN am 5. Oktober 1980 weit unter der 5% – Hürde.
16. Oktober, 15. Januar? Auf jeden Fall 1980.
Nach der Bundestagswahl regten sich in Bruchsal wieder Grüne Kräfte. Hatte der Aufbruch mit der neuen Wahlplattform und die Bundestagswahl doch inspiriert, wieder politisch aktiv zu werden? Am 16. Oktober 1980 fand eine Hauptversammlung von „DIE GRÜNEN KV Bruchsal“ statt mit zehn Mitgliedern aus dem ganzen Wahlkreis Bruchsal. Der Mitglieder-stand der Gesamtmitgliederzahl der „Grünen Bruchsal (Karlsruhe Land, Wahlkreis 29)“ betrug 14, dazu kamen sechs SympathisantInnen.57 Sechs Mitglieder wurden mangels Beitragszahlung ausgeschlossen und es gab eine Neuaufnahme.
Mitglieder und SympathisantInnen kamen aus Bruchsal, Karlsdorf-Neuthard, Ubstadt-Weiher, Waghäusel und Kraichtal. Sie hatten kaum Überschneidungen mit den örtlichen Umweltschutzgruppen, die sich um die örtliche Flora und Fauna, um die B35 oder den Schlossgarten kümmerten und in Bruchsal verankert waren. Diese Gruppen waren personell eng vernetzt, jedoch nicht bei den Grünen. Rückblickend schrieb Michael Hassler, Gründer der AGNUS: „Da die grüne Bewegung sich aus meiner subjektiven Sicht hauptsächlich aus Städtern gründete, die vom alternativen Lebensstil fasziniert waren und von Naturschutz und Kartierung keine Ahnung (und kein Interesse) hatten, gab es logischerweise überhaupt keine Überlappung.“58
Auf jeden Fall waren diese „Städter“ nicht sehr sesshaft! Am 24. Oktober 1980 schrieb der Schriftführer, Erwin Trunk, an die Parteifreunde mit dem Briefkopf „Die Grünen OV Bruchsal“, dass es durch den Wegzug einiger Mitglieder nötig geworden sei, den „OV Bruchsal (bzw. KV Karlsruhe-Land)“ neu zu organisieren. Zu dem „Arbeitsvorstand“ Alfred Gern aus Karlsdort-Neuthard und dem Schriftführer Erwin Trunk aus Kraichtal kam der Kassenwart Joachim Weith aus Waghäusel.59
Mit dem Dokument der Sitzung am 16. Oktober 1980 haben wir ein Datum, das übereinstimmend mit dem Archiv der Böllstiftung, „möglicherweise tatsächlich“ als Gründungsversammlung eines OV Bruchsal für den alten Wahlkreis Bruchsal, neu Wahlkreis Karlsruhe-Land gesehen werden kann. Dass jedoch von Neuorganisation nach Wegzug einiger Mitglieder gesprochen wurde, spricht für den 15. Januar 1980 als Gründungsdatum.
Erwin Trunk, der Verfasser dieses ersten Grünen Dokuments im Kreis Bruchsal,
schrieb 2025 dazu: „Ich glaube, es gab in den Anfängen kein offizielles Gründungsdatum. Wir waren eine sehr vertraute Gemeinschaft. Es hat sich einfach entwickelt.“ So ist es wohl.
Anstrengender Bundestagswahlkampf und Satzung statt Scherbenhaufen.
Im März 1983 beteiligten sich die Grünen Bruchsal an der Bundestagwahl. Die Kandidatin Renate Rastätter absolvierte zahlreiche Veranstaltungen und zog durch den Wahlkreis. „Wir sind in möglichst viele Gemeinden gegangen, um die Grünen bekannt zu machen. Wir hatten in der Zeit auch sehr viele Neueintritte, auch von vielen Menschen, die nach meiner Meinung nichts mit der Grünen-Idee am Hut hatten. Nach dem Wahlkampf habe ich noch eine Versammlung in Karlsdorf (mit-) geleitet, in dem eine Satzung verabschiedet wurde. (Das war mir wichtig – ich wollte keinen Scherbenhaufen hinterlassen.) Danach bin ich ausgetreten, weil ich gemerkt habe, dass ich, um meine Idee durchzusetzen, Ellbogen benutzen müsste. Das war/ist nicht meins. Außerdem war der Wahlkampf sehr anstrengend und ich kam mir zumindest zeitweise genauso verlogen wie andere Politiker vor, wenn wir uns zu Dingen geäußert haben, von denen wir eigentlich keine Ahnung hatten. Unsere Wahlversammlungen waren trotzdem sehr schön, wir haben immer mit einem Ausschnitt (mit Musik) der Rede von Häuptling Seattle angefangen“, schrieb Erwin Trunk 2025. Die Satzung wird – wie bereits erwähnt – aktuell noch gesucht.
Basisdemokraten brauchen keine Vorsteher – Ortsverbände im KV Bruchsal.
Ebenfalls in diesem Jahr 1983 entstanden im Wahlkreisgebiet Bruchsal Ortsverbände. Es ging auf die Kommunalwahlen zu, an denen sich Grüne beteiligen wollten. Dazu war Engagement auf Ortsebene wichtig. Am 28. Januar 1983 wurde der Ortsverband Waghäusel mit zwölf Mitgliedern gegründet. Gleichzeitig konstituierte sich ein GRÜNER Arbeitskreis Bruhrain mit 18 Mitgliedern, die den Eintritt in die Partei und den Ortsverband ankündigten. Der Pressereferent und Kontaktmann für Landes-, Bundes- und Kreisebene, Joachim Weith, schickte dem Landesverband die notwendigen Daten des neuen Ortsverbandes Waghäusel, Namen der Schriftführerin und des Kassierers und erklärte: „Ein Vorstand wird bei uns keiner gewählt werden, Basisdemokraten brauchen keine Vorsteher.“60 Er kündigte an, ein Konto werde in den nächsten Tagen eröffnet und teilte mit, der übergeordnete Kreisverband sei der KV Bruchsal. Er selbst sei im Moment noch als „Mitglied des Orts- und Kreisverbandes Bruchsal“ geführt, was – wenn nötig – geändert werden sollte.
Der Kreisverband Bruchsal beschäftigte sich unterdessen mit dem Thema Volkszählung. Zu einer Veranstaltung mit Rezzo Schlauch kamen 200 Interessierte im Graf Kuno zusammen, einer Gaststätte in der Bruchsaler Obervorstadt. Die Grünen forderten dabei die Leute auf, Volkszähler als befangen abzulehnen. Schlauch bezeichnete die Volkszählung ihrem Charakter nach als Volksbefragung, an deren Ergebnissen Wirtschaft, Staat, Bundeswehr und andere Behörden ein Interesse hätten, dagegen stünde das vom Bundesverfassungs-gericht anerkannte Recht des einzelnen auf persönliche Sphäre und sein Recht auf Einsamkeit.61 Als Ansprechpartner wurden in der Zeitung für die Kraichtaler Initiative Erwin Trunk, für die Brettener Marianne Kopp und für die Bruchsaler Manfred Braun, alle mit Telefonnummern, angegeben.
Die steigende Mitgliederzahl und die aktiven Gruppen in den Ortsteilen zeigten, dass es an der Zeit war, den Kreis- und Ortsverband Bruchsal neu aufzustellen.
Am 20. April 1983 traf sich der Bruchsaler Kreisverband in den Schindelstuben in der Friedrichstraße Bruchsal, um einen Ortsverband Bruchsal zu gründen. Am 1. Juli 1983 folgte Oberderdingen mit einem eigenen Ortsverband.62
Wo steckt der Ortsverband Bruchsal?
Die Bruchsaler Grünen waren von Anfang an eine kleine Gruppe. Daneben gab es eine örtliche Umweltszene mit selbstbewussten Individuen, die nichts mit der Grünen Partei am Hut hatte.63 Der Ortsverein Bruchsal, zuständig für den Wahlkreis Bruchsal, funktionierte –
so meine Einschätzung – nur wegen der Aktivität aus den umliegenden Orten. Die Grünen benötigten Hilfe und Unterstützung aus Karlsruhe. Schon ein dreiviertel Jahr nach der Gründung des ersten Ortsvereins, der zuständig für den Wahlkreis Bruchsal war, wurde eine Neuorganisation nötig. Mit dem Arbeitsvorstand Alfred Gern und Schriftführer Erwin Trunk gründete sich auf der Hauptversammlung am 16. Oktober 1980 zum zweiten Mal ein Ortsverband Bruchsal. In Bruchsal und im Kreis gründeten unabhängig davon Umwelt-schutzgruppen Vereine, z.B. die AGNUS Bruchsal64 oder die Alternative Ecke in Ubstadt-Weiher.65 Grünnahe Individuen waren auch bei den freien Theatern in Bruchsal aktiv, in der Friedensinitiative und im Weltladen.
1983 rauften sich Bruchsaler Grüne und SympathisantInnen im neugegründeten Ortsverband zusammen, um 1984 eine Liste für die Gemeinderatswahl aufstellen zu können. Danach verschwanden sie wieder, bis Alice Kunstmann 1986 nach Bruchsal kam und Rudolf Sessler, der seit 1980 zumindest als Sympathisant bei den Grünen war, aus seinem Keller holte, um wieder einen aktiven Ortsverband aufzubauen.66
Der Ortsverband der Brettener Grünen war anfangs nichts anderes als der Bruchsaler. Auch er sah sich zuständig für alle Orte ohne eigene Ortsverbände im Wahlkreis 30, Bretten. Mit der Gründung des OV Bruchsal entstand ein eigener Kreisverband Bruchsal, der nach dem neuen Wahlkreis Karlsruhe-Land benannt wurde. Er umfasste beide Landtagswahlkreise und existiert bis heute. Suri wurde 1983 mit der Arbeit „Arbeitssituation und die Akzeptanz von Gruppenarbeitsformen“ promoviert.67 1984 war sie Landtagskandidatin für den Wahlkreis Karlsruhe-Ost. Damals, so erinnerte sie sich, sei man von der CDU als Schmuddelkind behandelt worden, sozusagen am Katzentisch gesessen und durfte nicht sprechen.68 Sie verfehlte 1984 knapp den Einzug in den Landtag.69
Ich bin immer noch auf der Suche nach Grünen Quellen und freue mich jederzeit über weitere Informationen. Vielleicht hilft auch dieser Text, weitere zu finden!
Erwin Trunk machte mir Hoffnung: „Die Satzung müsste es eigentlich noch irgendwo geben. Es ging ja weiter mit den Grünen in Bruchsal.“
– Dieser Beitrag wurde von Ruth Birkle verfasst.
- Jessica Fink, Jonny Peter: GESCHICHTE DER GRÜNEN LANDTAGSFRAKTION IN NIEDERSACHSEN, 2002, Aktualisierung: Juni 2016, S.4. ↩︎
- Hubert Kleinert: Vom Protest zur Regierungspartei, 1992, S. 14 -30, Ludger Volmer: DIE GRÜNEN, 2009, S. 29-39. ↩︎
- Ludger Volmer: DIE GRÜNEN, 2009, S. 29-39. ↩︎
- Michael Lausberg: Braune Ökologie – Das Beispiel AUD, 2015. ↩︎
- Gespräch mit Heidi Suri, 27.11.2025. ↩︎
- Ludger Volmer: DIE GRÜNEN, 2009, S. 91-97. ↩︎
- Gründungsdaten der Kreisverbände in Baden-Württemberg, ermittelt anhand der Gründungsprotokolle, Archiv Grünes Gedächtnis, Bestand 0 BW.I, vorl. Sign. 576,
Stand: 04. Februar 2010. ↩︎ - Gespräch mit Siegbert Merkle, 3.8.2025. ↩︎
- Gespräch mit Maria Frank-Seiferling, 9.3.2026. ↩︎
- DIE GRÜNEN. Das Bundesprogramm, 1980, S. 4, https://cms.gruene.de/uploads/assets/1980_Grundsatzprogramm_Die_Gruenen.pdf. ↩︎
- Ebenda. ↩︎
- Ruth Birkle: Gespräch mit Maria Frank-Seiferling zum Gründungsparteitag, Druckschrift Karlsruhe, 2017. ↩︎
- Filmaufnahmen Nachlass Rolf Schmitt, StAB NN23 Nr. 19. ↩︎
- Ökologie Lektion im Grünen. rhythmisch bunt unterrichtet, BNN, 5.10.1979. ↩︎
- Kurze Stadtnotizen, BNN, 13.10.1979. ↩︎
- Bruchsaler Umweltblatt, Festausgabe, 15.6.1981, ViSdP: Jürgen Schmitt, Ulrike Heinrich,
Kay Wendel, Kontakt auch noch Rolf Schmitt. Privatbesitz. ↩︎ - Mail Michael Hassler, 26.3.2026. ↩︎
- Hubert Kleinert, S. 15/16. ↩︎
- Die Grünen kommen nun nach Bruchsal, BNN, 3.1.1980. ↩︎
- „Grüner“ Kandidat in der kommenden Woche ?, BNN, 11.01.1980. ↩︎
- Der Dritte Weg, Die natürliche Wirtschaftsordnung (NWO), ein programmatischer Beitrag für die grüne Bewegung, erstellt zum Programmkongreß der GRÜNEN im März 1980 in Saarbrücken von Tristan Abromeit, Hrsg. ARBEITSKREIS DRITTER WEG NWO / DIE GRÜNEN: Georg Otto, https://www.tristan-abromeit.de/pdf/2.0%20ddw%20Gruene%201980%20neu%2012.%202003.pdf. ↩︎
- Bertold Moos: Treten Grüne bei Landtagswahl auf? Kandidaten-Aufstellung zunächst gescheitert. Gründungsversammlung fand beachtliches Interesse, BNN, 11.1.1980. ↩︎
- Archiv Grünes Gedächtnis, Bestand 0 BW I, vorl. Sign. 576. Delegiertenliste Archiv Grünes Gedächtnis. ↩︎
- Wikipedia Radikalenerlass. ↩︎
- Vor 50 Jahren: Radikalenerlass, BpB, 2022. ↩︎
- Bernd Grimmer: https://www.landtag-bw.de/resource/blob/154310/d40b5fc9182e6a6b02f0665e09f89072/Grimmer_Bernd.pdf. ↩︎
- Thomas Kistner: Auch der zweite Anlauf missglückte. Bruchsaler Grüne suchen noch immer einen Landtagskandidaten. Die Grünen lassen eine klare Konzeption weiterhin vermissen, BNN, 17.1.1980, mit Foto. ↩︎
- Geburtswehen der „Grünen“ vor der Landtagswahl, BNN, 17.1.1980. ↩︎
- Majewski war beruflich stark beschäftigt, 1982 gründete er eine Buchhandlung in Bruchsal, Gespräch mit Günter Majewski, 23.1.2026. ↩︎
- Das Gebiet des Wahlkreises Bruchsal – Karlsruhe-Land II ging erst zur Bundestagswahl 1980 am
5. Oktober 1980 im Wahlkreis Karlsruhe-Land auf. Zwischen 1965 und 1980 bestanden an Stelle des Wahlkreises Karlsruhe-Land die Wahlkreise Pforzheim – Karlsruhe-Land I und Bruchsal – Karlsruhe-Land II Bundeswahlkreis Karlsruhe-Land, https://de.wikipedia.org/wiki/Bundestagswahlkreis_Karlsruhe-Land, 8.8.2025. ↩︎ - Joachim Weith: Schreiben an den Landesverband, Januar 1983: „P.S, Ich bin im Moment noch als Mitglied des Orts- und Kreisverbandes Bruchsal geführt, bitte ändert das, wenn nötig, um“. Archiv Grünes Gedächtnis, C. BaWü I LaVo/LGSt Nr. 112. ↩︎
- Ebenda. ↩︎
- Schreiben Petra Wilhelm, Grüne Bretten, an die Grünen Stuttgart, 28.1.1980, Archiv Grünes Gedächtnis C BaWü I LaVo/LGSt Nr. 171. ↩︎
- „Grüne“ auch in Bruchsal und Ettlingen, BNN, 21.01.1980. ↩︎
- Mail Jürgen Schmitt, 27.3.2026. ↩︎
- Zentrale Veranstaltung der Kreis SPD. Der Landkreis gehört nicht allein der CDU. Eröffnung der heißen Phase des Landtagswahlkampfs mit Ministerpräsident Johannes Rau, BNN, 25.2.1980. ↩︎
- Rosemarie Kramer: Spitzenkandidat Erhard Eppler in Bruchsal. Derzeitige Schulsituation ist sehr unterbelichtet. Kritik auch an klischeebeladener Familienpolitik, BNN, 12.3.1980. ↩︎
- Die Grünen informieren, BNN, 29.2.1980. ↩︎
- Gespräch mit Heidi Suri, 27.11.2025. ↩︎
- Die Band Fliegenpilz spielte auch 1982 beim Open-Air-Festival „Tanz auf dem Vulkan“ in Gorleben, Lüchow-Dannenberg vor AtomkraftgegnerInnen, https://blackbirds.tv/71912-historische-schmachtfetzen-fliegenpilz-30-jahre-fruher-gorleben-und-visionen-von-einer-besseren-welt/. ↩︎
- Schlossgarten ist und bleibt Bürgergarten: Bürgerinitiative am Ziel?, BNN, 8.7.1980. ↩︎
- Bürgerinitiative Schlossgarten. Mit den Antworten zufrieden. Kandidaten kamen der Aufforderung noch vor der Wahl nach, BNN, 14.3.1980. ↩︎
- Für eine unvergiftete Umwelt der Kinder. Grüne spielten „Rotznasentheater“ für Kinder. Die traditionelle Rollenaufteilung von Mann und Frau als Thema eines Theaterstücks, BNN, 12.3.1980. ↩︎
- Rosemarie Kramer, BNN: Benachteiligt und diskriminiert im Arbeitsprozeß. Frauen sind mehr als nur eine flexible Reservearmee. DGB-Gespräch mit den Bruchsaler Landtagskandidaten, 4.2.1980. ↩︎
- Mit Landtagskandidaten im Gespräch. Über die Kulturkritik zur Politik gekommen, BNN, 5.3.1980. ↩︎
- Grüne Landtagskandidatin Heidi Suri. Atomkraft -Information fehlt. Bürgerinitiative und neue Partei wollen sich unterstützen, BNN, 14.3.1980. ↩︎
- Die Landtagswahl im Spiegel der Ortsteilergebnisse, BNN, 18.3.1980. ↩︎
- Stellungnahmen zur Landtagswahl, BNN, 17.3.1980. ↩︎
- Wahlprogramm zur Bundestagswahl 1980 der Freien Demokratischen Partei „Unser Land soll auch morgen liberal sein“ (Beschlossen auf dem Bundesparteitag in Freiburg am 7. Juni 1980), ADL, Druckschriftenbestand, https://www.freiheit.org/sites/default/files/2019-10/1980bundestagswahlprogramm_0.pdf. ↩︎
- Götz Aly: Unser Kampf 1968 – ein irritierter Blick zurück, 2008. ↩︎
- Archiv Grünes Gedächtnis C BaWü I Nr. 576. ↩︎
- Ebenda. ↩︎
- Rolf Meyer/Günter Handlögten: Die Grünen vor der Wahl, APuZ 36/1980, https://www.bpb.de/shop/zeitschriften/apuz/archiv/531695/die-gruenen-vor-der-wahl/. ↩︎
- Die GRÜNEN: Wahlplattform zur Bundestagswahl 1980, https://www.boell.de/sites/default/files/assets/boell.de/images/download_de/publikationen/1980_Wahlplattform_Bundestagswahl.pdf. ↩︎
- Ebenda, Grundsätze, S.2. ↩︎
- Ebenda, S. 15. ↩︎
- Archiv Grünes Gedächtnis, C BW I (576) Mitglieder. Der Bundestagswahlkreis Bruchsal – Karlsruhe-Land II wurde zur Bundestagswahl 1980 aufgelöst in Karlsruhe-Land und Pforzheim. ↩︎
- Mail Michael Hassler, 26.3.2026. ↩︎
- Archiv Grünes Gedächtnis, C BaWü I LaVo/LGSt. ↩︎
- Archiv Grünes Gedächtnis, C BaWü I LaVo/LGSt Nr. 112. ↩︎
- Grüne: Volkszähler als befangen ablehnen, BNN, 23.3.1983. ↩︎
- Nach Gründungsversammlung: Grüner Ortsverband für Waghäusel, 2.2.1983. Grüne: Mehr Parteiarbeit auf Kreis- und Ortsebene, BNN 17.3.1983. Grüne wollen einen Ortsverband gründen, BNN, 19.4.1983. StAB, Grüne 1983. ↩︎
- Mail Michael Hassler und Mail Jürgen Schmitt, März 2026. Persönliche Kenntnis. ↩︎
- AGNUS Bruchsal e.V.: Seit Ende der 1970er Jahre im Natur- und Umweltschutz aktiv, formelle Vereinsgründung November 1982, https://www.agnus-bruchsal.com/der-verein/uebersicht/was-wir-tun. ↩︎
- Alternative Ecke e.V.: Gründung am 20.11.1982 (Eintrag beim Registergericht) https://www.alternative-ecke.de/über-uns. ↩︎
- Gespräche mit Alice Kunstmann, 2025. ↩︎
- Heidi Suri: Arbeitssituation und die Akzeptanz von Gruppenarbeitsformen, 1983. ↩︎
- Gespräch mit Heidi Suri, 27.11.2025. ↩︎
- Stadtarchiv Karlsruhe, 8/BA Schlesiger 1984 / A47_84_1_38. ↩︎
